Blog Image
24.8.26
News & Insights

Europaabgeordneter David McAllister zu Besuch bei der Prowind GmbH in Osnabrück

Austausch über Energiewende, EEG-Reform und Investitionssicherheit

Wie können die Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien so gestaltet werden, dass Unternehmen weiterhin investieren und Projekte vor Ort umsetzen können? Über diese und weitere Fragen hat sich Prowind-Geschäftsführer Johannes Busmann mit dem Europaabgeordneten David McAllister bei dessen Besuch im Klimaquartier in Osnabrück ausgetauscht.

Der Besuch fand im Rahmen von McAllisters Wahlkampfunterstützungstour in Niedersachsen statt. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Entwicklungen rund um die geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und das Netzanschlusspaket sowie die Perspektive von Prowind als Projektentwickler für erneuerbare Energien.

Gemeinsamer Austausch

Zum Auftakt stand ein gemeinsamer Rundgang durch das Klimaquartier auf dem Programm. Dabei tauschten sich David McAllister und Johannes Busmann gemeinsam mit den Prowind-Geschäftsführern Thomas Berens und Hendrik Möllering sowie Hendrik Witte, Mitgründer der Klimaunion, über aktuelle Themen rund um die Energiewende aus.

Für Prowind war insbesondere wichtig, die Perspektive aus der praktischen Projektentwicklung einzubringen. Denn politische Rahmenbedingungen haben unmittelbare Auswirkungen darauf, ob Projekte für erneuerbare Energien wirtschaftlich entwickelt, finanziert und umgesetzt werden können.

Prowind übergibt Forderungen zur EEG-Reform

Ein zentraler Punkt des Besuchs war die Übergabe des Prowind-Positionspapiers zur geplanten EEG-Reform und zum Netzanschlusspaket durch Johannes Busmann an David McAllister.

Prowind schließt sich darin den zentralen Forderungen des LEE Niedersachsen|Bremen an. Im Mittelpunkt stehen drei Themen: keine unnötigen Schranken für marktliches Handeln, Investitionssicherheit und ein gezielter Umgang mit Netzengpässen.

Aus Sicht von Johannes Busmann braucht die Energiewende vor allem Tempo und verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen.

„Um Deutschland versorgungssicher, autark und nachhaltig zu machen, braucht die Energiewende Tempo. Dafür müssen Unternehmen investieren, Projekte entwickeln und vor Ort umsetzen können. Das funktioniert nur mit verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“, so Johannes Busmann.

Kritisch sieht Prowind insbesondere neue regulatorische Hürden, pauschale Leistungsbegrenzungen und Eingriffe in bestehende wirtschaftliche Vereinbarungen. Diese können zusätzliche Unsicherheit schaffen und Investitionen in erneuerbare Energien bremsen.

Investitionssicherheit als Grundlage für günstigen Strom

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Bedeutung von Investitionssicherheit. Projekte für erneuerbare Energien sind kapitalintensiv und werden über viele Jahre finanziert. Verlässliche Rahmenbedingungen helfen dabei, Risiken zu reduzieren und Projekte zu attraktiven Konditionen zu finanzieren. Aus Sicht von Prowind dürfen neue regulatorische Anforderungen diese Grundlage nicht unnötig schwächen. Denn steigende Risiken können höhere Kapitalkosten zur Folge haben und damit auch die Kosten der Stromerzeugung erhöhen.

Netzengpässe dort lösen, wo sie entstehen

Auch der Umgang mit Netzengpässen wurde thematisiert. Prowind setzt sich dafür ein, den Netzausbau konsequent voranzutreiben und gleichzeitig die vorhandenen Netzkapazitäten intelligenter zu nutzen. Digitalisierung, Smart Meter und weitere intelligente Lösungen können dabei helfen, Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen. Netzengpässe sollten gezielt dort gelöst werden, wo sie tatsächlich entstehen, statt den Ausbau erneuerbarer Energien pauschal zu begrenzen.